Restless-Legs-Syndrom: Therapie
Da es bis heute nicht gelungen ist, den Ursachen für das primäre Restless-Legs-Syndrom auf die Spur zu kommen, ist bisher auch keine kurative Therapie gefunden worden. Meist sind die Symptome nicht so ausgeprägt, dass eine medikamentöse Behandlung erforderlich ist. Viele Betroffene versuchen, die Beschwerden in den Griff zu bekommen, indem sie einen Spaziergang machen, Joggen gehen oder Massagen anwenden. Einigen helfen auch eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Alkohol, Kaffee oder Schokolade.
Es gibt jedoch auch Patienten, die so stark unter den Symptomen leiden, dass diese medikamentös behandelt werden müssen. Für die Therapie des Restless-Legs-Syndroms werden v. a. Levodopa und Dopaminagonisten eingesetzt. Aus welchem Grund genau Dopamin wirkt, weiß man bis heute nicht, denn beim RLS lässt sich – anders als bei anderen Erkrankungen, die mit Levodopa behandelt werden können – kein Mangel an diesem Neurotransmitter feststellen.
Beim sekundären RLS genügt es in der Regel, die zugrundeliegende Ursache zu finden und zu beseitigen. Gelingt es, die Erkrankung zu heilen, verschwinden meist auch die RLS-Symptome. Ein Restless-Legs-Syndrom während der Schwangerschaft vergeht häufig nach der Geburt des Kindes von selbst wieder. Wird das RLS durch ein Arzneimittel ausgelöst, kann es durch das Absetzen des Medikaments oder die Umstellung auf ein anderes beseitigt werden. Ist die Grunderkrankung nicht heilbar oder das Medikament zwingend erforderlich, können die Symptome wenn nötig wie beim primären RLS behandelt werden.
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