Entstehung des Restless-Legs-Syndroms (RLS)

Bis heute ist nicht genau bekannt, welche Ursachen zur Entstehung des primären Restless-Legs-Syndroms führen. Aus diesem Grund wird die Erkrankung als idiopathisches (selbstständiges, von anderen Krankheiten unabhängiges) RLS bezeichnet. Ein gehäuftes familiäres Auftreten deutet jedoch darauf hin, dass es genetische Ursachen gibt. Im Jahr 2007 gelang es Medizinern erstmals, Gene zu identifizieren, die als Auslöser in Betracht kommen.

Die vier bis jetzt bekannten Gene, die bei RLS-Patienten Veränderungen zeigten, spielen eine Rolle bei der embryonalen Entwicklung des Zentralen Nervensystems und der Extremitäten. Menschen, die eines dieser veränderten Gene in sich tragen, haben ein 50 % höheres Risiko, in ihrem späteren Leben an RLS zu erkranken. Experten schätzen, dass bei rund drei Viertel aller RLS-Betroffenen in Deutschland mindestens eines der Gene verändert ist.

Die möglichen Auslöser des sekundären oder auch symptomatischen RLS sind bekannt. Zu diesen zählen Erkrankungen wie eine Eisenmangelanämie, eine Niereninsuffizienz oder Polyneuropathien. Darüber hinaus kann es auch infolge von Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose zu einem Restless-Legs-Syndrom kommen. Bei einem sog. medikamenteninduzierten RLS ist die Ursache für die Beschwerden ein Arzneimittel, z. B. ein Dopaminantagonist oder ein Neuroleptikum.

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RLS-News von Curado.de

  • Nächtliche körperliche Unruhe kann auf Restless-Legs hinweisen 29.01.2012
    Nächtliche Unruhe und Schlafprobleme können auf ein Restless-Legs-Syndrom (RLS) hinweisen. "Typisches Symptom der neurologischen Erkrankung ist ein starker Bewegungsdrang in den Beinen und manchmal auch in den Armen. Hinsichtlich der Psyche treten oft Nervosität, innere Anspannung und Verunsicherung auf", sagt Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) in Krefeld.
  • Schlafstörungen durch RLS 06.01.2012
    Das Restless-Legs-Syndrom, auch das Syndrom der ruhelosen Beine genannt, ist eine häufige Ursache für Schlafstörungen. In etwa jedem fünften Fall sind diese Störungen darauf zurückzuführen. Die Erkrankung ist durch einen übersteigerten Bewegungsdrang der Beine gekennzeichnet, und wird oft von einem Kribbelgefühl oder Schmerzen begleitet. Mehrheitlich treten die Beschwerden in Ruhe auf und verstärken sich nachts.