Entstehung des Restless-Legs-Syndroms (RLS)
Bis heute ist nicht genau bekannt, welche Ursachen zur Entstehung des primären Restless-Legs-Syndroms führen. Aus diesem Grund wird die Erkrankung als idiopathisches (selbstständiges, von anderen Krankheiten unabhängiges) RLS bezeichnet. Ein gehäuftes familiäres Auftreten deutet jedoch darauf hin, dass es genetische Ursachen gibt. Im Jahr 2007 gelang es Medizinern erstmals, Gene zu identifizieren, die als Auslöser in Betracht kommen.
Die vier bis jetzt bekannten Gene, die bei RLS-Patienten Veränderungen zeigten, spielen eine Rolle bei der embryonalen Entwicklung des Zentralen Nervensystems und der Extremitäten. Menschen, die eines dieser veränderten Gene in sich tragen, haben ein 50 % höheres Risiko, in ihrem späteren Leben an RLS zu erkranken. Experten schätzen, dass bei rund drei Viertel aller RLS-Betroffenen in Deutschland mindestens eines der Gene verändert ist.
Die möglichen Auslöser des sekundären oder auch symptomatischen RLS sind bekannt. Zu diesen zählen Erkrankungen wie eine Eisenmangelanämie, eine Niereninsuffizienz oder Polyneuropathien. Darüber hinaus kann es auch infolge von Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose zu einem Restless-Legs-Syndrom kommen. Bei einem sog. medikamenteninduzierten RLS ist die Ursache für die Beschwerden ein Arzneimittel, z. B. ein Dopaminantagonist oder ein Neuroleptikum.
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