Restless-Legs-Syndrom: Symptome und Diagnose

Die Symptome des Restless-Legs-Syndroms treten in der Regel nur in Ruhe auf. Die meisten Betroffenen klagen über Missempfindungen in den Beinen oder auch in den Armen wie Reißen, Kribbeln, Ziehen oder Brennen. Diese lösen ein unwiderstehliches Bedürfnis danach aus, die betroffene Extremität zu bewegen. Durch die Bewegung lassen die Beschwerden meist für eine kurze Zeit nach. Einige Patienten müssen jedoch erst aufstehen und umherlaufen, damit sich die Symptome bessern.

Gerade in der Einschlafphase oder nachts auftretende Beschwerden stören die Nachtruhe immens. Folgen davon können z. B. eine erhöhte Müdigkeit während des Tages, häufige Stimmungsschwankungen oder auch eine Abnahme der Leistungsfähigkeit sein.

Für die Diagnose des Restless-Legs-Syndroms hat die International Restless Legs Syndrome Study Group (IRLSSG) vier essentielle Minimalkriterien aufgestellt. Ein RLS liegt demnach vor, wenn

  • unangenehme Gefühle in den Beinen bzw. Armen einen unwiderstehlichen Drang hervorrufen, diese zu bewegen,
  • die Beschwerden in Ruhe auftreten oder sich verschlimmern,
  • die willkürliche Bewegung der betroffenen Extremität eine Linderung oder ein Verschwinden der Symptome zur Folge hat,
  • die Symptome abends und nachts gehäuft auftreten.

Legen die Anamnese und die körperliche Untersuchung den Verdacht nahe, dass ein RLS vorliegt, kann mithilfe verschiedener Untersuchungsmethoden nach einer eventuell vorhandenen Grunderkrankung geforscht werden. Dazu gehören u. a. neurophysiologische Untersuchungsmethoden zur Diagnose von neurologischen Erkrankungen wie Polyneuropathien oder Labortests, mit denen z. B. ein Eisenmangel oder eine Harnvergiftung nachgewiesen werden kann. Einen weiteren Hinweis auf ein RLS kann ein sog. L-Dopa-Test liefern. Dabei wird dem Patienten nach Einsetzen der Symptome das Medikament Levodopa verabreicht – eine Vorstufe des Neurotransmitters Dopamin. Verschwinden die Beschwerden dadurch, ist dies ein Anzeichen dafür, dass ein Restless-Legs-Syndrom vorliegt.

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RLS-News von Curado.de

  • Nächtliche körperliche Unruhe kann auf Restless-Legs hinweisen 29.01.2012
    Nächtliche Unruhe und Schlafprobleme können auf ein Restless-Legs-Syndrom (RLS) hinweisen. "Typisches Symptom der neurologischen Erkrankung ist ein starker Bewegungsdrang in den Beinen und manchmal auch in den Armen. Hinsichtlich der Psyche treten oft Nervosität, innere Anspannung und Verunsicherung auf", sagt Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) in Krefeld.
  • Schlafstörungen durch RLS 06.01.2012
    Das Restless-Legs-Syndrom, auch das Syndrom der ruhelosen Beine genannt, ist eine häufige Ursache für Schlafstörungen. In etwa jedem fünften Fall sind diese Störungen darauf zurückzuführen. Die Erkrankung ist durch einen übersteigerten Bewegungsdrang der Beine gekennzeichnet, und wird oft von einem Kribbelgefühl oder Schmerzen begleitet. Mehrheitlich treten die Beschwerden in Ruhe auf und verstärken sich nachts.