Restless-Legs-Syndrom (RLS)
Das Restless-Legs-Syndrom (kurz RLS, auch Syndrom der unruhigen Beine genannt, ist eine häufige neurologische Erkrankung, an der schätzungsweise 5 bis 10 % der Menschen in Deutschland leiden. Meist sind Menschen im mittleren Lebensalter betroffen, z. T. erkranken jedoch auch schon 20- bis 30-Jährige und sogar Kinder an RLS.
Den Namen „Restless-Legs-Syndrom“ erhielt die Erkrankung vom schwedischen Arzt Karl Ekbom, der die Erkrankung in den 1940er Jahre erforschte und ihn erstmals verwendete. Die Bezeichnung deutet auf das Hauptsymptom hin: Beim Restless-Legs-Syndrom verspüren die Betroffenen Missempfindungen in den Beinen, die nur sich nur bessern, wenn die Beine bewegt werden. Sie treten v. a. dann auf, wenn RLS-Patienten zur Ruhe kommen, z. B. abends auf dem Sofa oder im Bett liegen. Die Erkrankung ist jedoch nicht erst seit der Moderne bekannt: Bereits im 17. Jahrhundert erschien ein Artikel des englischen Neurologen Thomas Willis, in dem er eine Erkrankung mit RLS-Symptomatik schilderte.
Formen des Restless-Legs-Syndroms
Mediziner unterscheiden zwei Formen des Restless-Legs-Syndroms: Für das sog. idiopathische oder primäre RLS konnte bis heute kein Auslöser gefunden werden. Für das sekundäre oder auch symptomatische RLS ist meist eine Grunderkrankung verantwortlich, z. B. Polyneuropathien, Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose. Es kann jedoch auch durch Medikamente verursacht werden. Darüber hinaus kann das RLS auch infolge einer Schwangerschaft auftreten.